Mannheim Stadtbild

Quadratisch, praktisch, gut – Die Quadratestadt Mannheim

Veröffentlicht am Posted in Allgemein, PropTech-Blog

Mannheim – mit einer Gesamtstadtfläche von 144.96 kmund mehr als 300.000 [1] Einwohnern gilt die einstige Residenzstadt der Kurpfalz nicht nur als drittgrößte Stadt Baden-Württembergs, sondern auch als kulturelles Zentrum der Rhein-Neckar-Region. Ob Kurfürstenschloss, Wasserturm oder Grupello-Pyramide: Das Stadtbild ist geprägt von historischen Bauten diverser Zeitalter. In diesem Artikel möchten wir Sie mitnehmen auf eine Führung über die wichtigsten und spannendsten Bauwerke der Rheinmetropole. 

Die historische Innenstadt  

Die hufeisenförmige Innenstadt Mannheims, gelegen zwischen Neckar und Rhein, weißt eine besondere Struktur auf: Die Mannheimer Quadrate, auch Quadratestadt genannt. Das 144 Vierecke große, gitterförmige Straßennetz wird durch ähnlich große Baublöcke – den Quadraten – gebildet und geht auf den Festungs- und Stadtbau von Kurfürst Friedrich IV. zurück.  Folgt man dem Schachbrettmuster der Innenstadt in den Osten, findet man dort den Friedrichplatz – und damit auch das unverkennbare Wahrzeichen Mannheims. In der Mitte des Platzes steht der 60 Meter hohe Wasserturm, erbaut im Jahre 1889 und verziert mit einer 3,50 Meter hohen Statue der Amphitrite. Der umgebende Platz, eine Symbiose aus Brunnen, Wasserspielen, Laubgängen und Grünanlagen, wurde 1903 von Bruno Schmitz gestaltet. Der Platz gilt als eine als eine der größten zusammenhängenden Jugendstilanlagen Deutschlands. Östlich wird der Friedrichplatz durch die roten Arkadenhäuser begrenzt, im Nord-Süden trifft man auf den Rosengarten und die Kunsthalle: Der Rosengarten ist eine Festhalle und galt einstig als größter Saal Deutschlands, heute findet sich dort ein Kongress- und Tagungszentrum. Die Kunsthalle, erbaut 1907 von Hermann Billing, orientiert sich mit ihrem roten Sandstein an der bereits vorhandenen Gestaltung des Platzes. Heute beherbergt die Halle das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst.

Mannheim Stadtzentrum
Mannheim Stadtzentrum

Wussten Sie schon?  Neben dem Wasserturm am Friedrichplatz gibt es in Mannheim knapp 20 weitere historische Wassertürme.

Die westlich an den Friedrichplatz angrenzende Haupteinkaufsstraße „Planken“ führt zum zentralen Platz Mannheims: Der Paradeplatz. Im Zentrum des Platzes befindet sich die sogenannte Grupello-Pyramide – ein Bau, der den Triumph der fürstlichen Tugenden darstellt. Die 6.90 Meter hohe Skulptur wurde einst 1711 von Gabriel Grupello für den Kurfürsten Johann Wilhelm erschaffen und trägt den Namen „Allegorie der herrscherlichen Tugenden“. Das alte Kaufhaus, welches man bis 1746 auf der Südseite des Paradeplatzes erbaute, fiel den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zum Opfer und wurde nicht wiederaufgebaut. An selbiger Stelle wurde im späteren Verlauf bis 1991 das Stadthaus errichtet: Ein Ort, an dem diverse Geschäfte, die Stadtbibliothek und der Gemeinderat ihren Platz fanden.

Nördlich des Paradeplatzes stößt man auf den Marktplatz, einen der ältesten und meist frequentierten Plätze Mannheims. Neben einem Brunnendenkmal von Peter van den Branden aus dem Jahre 1719 findet sich hier auch das älteste Gebäude der Stadt: Das Alte Rathaus. Das ehemalige Verwaltungsgebäude wurde zusammen mit der angrenzenden St. Sebastian-Kirch und dem Glockenturm bis 1713 erbaut. Der barocke Doppelbau, einst errichtet von Anton Bailleux unter Johann Jakob Rischer, gilt noch heute als Beispiel für die sogenannte Mannheimer Symmetrie [2].

Die Profanbauten Mannheims

Als wohl bekanntestes Bauwerk Mannheims gilt neben dem Wasserturm die Residenz des ehemaligen Kurfürsten der Pfalz – das Mannheimer Schloss. 1720 bis 1760 erbaut, ist das Schloss mit einer Länge von knapp 450 Metern und einer Fläche von sechs Hektar nach Versailles die größte geschlossene Barockanlage Europas. Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, wurde das Schloss bis 1968 wiederaufgebaut und bietet seit 2007 wieder Einblicke in das Zeitalter des Barocks und Empire. Auch am Mannheimer Schloss ist das rechtwinklige, gleichmäßige Bauprinzip der Quadratestadt architektonisch aufgegriffen: Der mittlere Baukomplex wird zu beiden Seiten durch zwei lange, rechtwinklige Flügel erweitert, deren Hauptfront parallel zu den gegenüberliegenden Städtequadraten ausgerichtet ist.

Mannheim Schloss
Schloss Mannheim

Wussten Sie schon? Das Mannheimer Schloss hat genau ein Fenster mehr als Versailles. Dies sollte u.a. die bedeutende Stellung der Kurfürsten am Rhein repräsentieren.  

Das Palais Bretzenheim, heutiges Amtsgericht Mannheims, wurde 1788 von Peter Anton von Verschaffelt im Stil des Klassizismus erbaut. Einst gehörte es Kurfürst Karl Theodor, der das Anwesen seiner Mätresse und ihren Kindern schenkte. Ebenfalls nach Plänen von Verschaffelt wurde das klassizistische Zeughaus aus dem Jahre 1799 erbaut. Seit 1918 beherbergt es Teile der Sammlungen von Carl Reiß (1843 – 1914), Generalkonsul und Ehrenbürger Mannheims.

Die sechs Riesen Mannheims

Mit einer Höhe von 212,8 Meter gilt der Fernmeldeturm Mannheims als das höchste Gebäude der Stadt. Der Turm wurde nach den Plänen der Architekten Heinle und Schlaich 1975 erbaut. In einer Höhe von 125 beherbergt der Turm ein Drehrestaurant sowie eine Aussichtsplattform, die einen Rundblick über Mannheim und das Umland bietet. Der Turm zählt zu den höchsten Fernmeldetürmen Deutschlands und gilt als modernes Wahrzeichen der Stadt Mannheim.

Collini-Center Mannheim
Collini-Center Mannheim

Darüber hinaus stehen fünf der sechs höchsten Hochhäuser Baden-Württembergs in Mannheim. Die drei Wohntürme der sogenannten Neckaruferbebauung Nord und das Appartementhaus Collini-Center wurden 1975 erbaut. Letztes ist u.a. Standort des technischen Rathauses Mannheim, als Namensgeber für das Collini-Center diente Cosimo Alessandro Collini (1727-1806), Historiograph und Leiter des Naturalienkabinettes am Mannheimer Hof. Das fünfte Hochhaus ist der sog. Victoria-Turm, gelegen in der Nähe der Innenstadt. Das Hochhaus wurde nach den Plänen des Frankfurter Architektur-Büros Alber Speer & Partner GmbH errichtet und 2001 eröffnet. Mit 2 Untergeschossen und 27 Etagen umfasst der Turm eine Höhe von 97,5 Metern, die Fläche pro Stockwerk beträgt 760m2. Seinen Namen erhielt der Turm durch seine Inhaber: Die Ergo Versicherungsgruppe, ehemalig Victoria Versicherung AG.

DIPLANNER Projekt Augustusanalage Mannheim

Mit dem DIPLANNER, dem KI-gestützten Werkzeug für Machbarkeitsanalysen, haben wir für ein Wohnbauprojekt in Mannheim vier Varianten zur optimalen Grundstücksnutzung erstellt. Das Baugrundstück liegt an der Ecke Augustusanlage / Schubertstraße und umfasst eine ermittelte Baufläche von 6.497,34 m2. Je nach Variante können auf einer Bruttogesamtfläche von 20.314 m2 und 24.903 m2 zwischen 200 und 243 Wohneinheiten sowie maximal 140 Parkplätze errichtet werden. Die errechneten Baukosten (€ 2000 netto/m2 -in Mio) liegen dabei zwischen 40.6 und 49,8 Millionen Euro.

Sie haben ein Grundstück und möchten herausfinden, wie sie dieses optimal nutzen und bebauen können? Dann erfahren Sie jetzt mehr zum DIPLANNER aus dem Hause DIPLAN.


[1] (Stand: 31.12.2018)

[2] Der Brockhaus Mannheim. Mannheim 2006