München Stadtbild

München – der Puls des Deutschen Südens

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Jeder, der schon einmal durch die Straßen und über die Plätze Münchens geschlendert ist, weiß: München hat so einiges zu bieten. Die Weltstadt gilt mit knapp 1.5 Millionen Einwohnern (Stand: 31.12.2018) als drittgrößte Stadt Deutschlands und findet weltweit Anerkennung als Zentrum für Kultur, Wissenschaft, Technik und Medien. Mit einer weit zurückreichenden Stadthistorie bis in das 12. Jahrhundert ist München dabei durch eine Vielzahl an historischen Gebäuden aus den verschiedensten Epochen geprägt, die den Straßenzügen der Altstadt ihren urigen und charmanten Charakter verleihen. Zu den bemerkenswertesten Bauwerken zählen dabei u.a. das Nationaltheater, der Justizpalast oder das Maximilianeum, welches seit 1949 den Bayrischen Landtag beherbergt. Abseits davon findet sich mit dem sogenannten Vierzylinder (BMW-Hochhaus), der Allianz Arena oder dem Europäischen Parlament ein facettenreicher Strauß an faszinierenden Bauten zeitgenössischer Architektur.

Der Fülle der architektonischen Pracht in München ist bücherfüllend – dennoch möchten wir Ihnen in diesem Artikel zwei Gebäude vorstellen, die durch ihr Design und ihren extravaganten Baustil hervorstechen.

Zwei Becken, zwei Temperaturen, ein Stil: Das Müller’sche Volksbad München

In unmittelbarer Nähe des Deutschen Museums und der Ludwigsbrücke gelegen befindet sich eines der imposantesten Bauwerke Münchens: Das Müller’sche Volksbad. Errichtet nach den Plänen des Architekten Carl Hocheder wurde der der Jugendstil-Bau nach einer vierjährigen Bauzeit 1901 fertiggestellt – und galt dabei als das als größte und teuerste Schwimmbad der Welt. Finanziert wurde der Prunkbau durch eine Spende des Münchener Ingenieurs an die Stadt München mit der Auflage, eine Badeanstalt für die öffentliche Hand zu erbauen.

Das Bad ist mit zwei Becken ausgestattet, dem einstigen Herrenbecken (31×12 Meter) und dem kleineren Damenbecken (18×11 Meter). Beide Becken sind entlang einer Achse getrennt, die eine gedankliche Fortsetzung des breiten Wegs zum Schwimmbad darstellen soll. Nachdem die Geschlechtertrennung aufgehoben wurde, unterscheiden sich die Becken nur noch durch ihre Größe und Temperatur. Darüber hinaus bietet das Hallenbad diverse Saunen und ein reichhaltiges Massagenangebot.

München Volksbad Innenraum
München Volksbad Innenraum

Als Grundlage für die Errichtung der Badeanstalt inspirierte sich Hocheder an römischen Thermenanlagen und barocken Sakralbauten, dessen Stil er mit zeitgenössischen Jugendstil-Elementen zu kombinieren wusste. So ist das Bad durch eine reichhaltig und aufwändig gehaltene Schmuckverzierung geprägt, die sich durch das gesamte Bauwerk zieht. Dazu gehören u.a. die breite Treppe zum Einstig in die Becken, die Bronzestatue im Hauptbecken oder die Vielzahl an Wandmalereien mit marinen Motiven. Auch das eindrucksvolle Tonnengewölbe am Hauptbecken und die großen Uhren symbolisieren die einst vorherrschende Baukunst des Barocks und Jugendstils. Die Fassade des Prunkbaus ist durch Fensterleibungen und Gesimse charakterisiert. Durch umfangreiche Sanierungen zwischen 1972 und 1999 konnten in aufwändiger Kleinarbeit nahezu alle Details originalgetreu erhalten blieben, wodurch das Müller’sche Volksbad noch heute in seinem ursprünglichen Stil und Charme erscheint.

Aus vier macht eins: Die Pinakothek der Moderne 

Als Teil des Münchener Kunstareals in der Maxvorstadt wurde die Pinakothek (Pinakothek, aus dem Grischischen von pínax = Gemälde und thēkē = Aufbewahrungsort) im Jahre 2002 eröffnet. Auf einer Gesamtfläche von über 12.000qm vereint das Museumsgebäude unter seinem Dach vier voneinander unabhängige Museen aus den Disziplinen Kunst, Graphik, Architektur und Design. Dabei ist der Museumskomplex nicht nur eine der größten Attraktionen Münchens, er gilt auch als eines der bekanntesten Ausstellungshäuser der Welt.

Das eindrucksvolle Gebäude aus weißem Sichtbeton geht auf die Pläne des Architekten Stephan Braunfelds zurück, aus dessen Feder auch das Paul-Löbe Hauses und die Parlamentsbibliothek in Berlin stammen. Als Besonderheit und Zentrum des Baukörpers gilt die zweischalige Rotunde, von der man über zwei große Treppenanlagen zu den verschiedenen Ausstellungen gelangt. Die Ausstellungsräume für den Bereich Design befinden sich im Untergeschoss, das Museum für Architektur und Grafik finden im Erdgeschoss ihren Platz. In den beiden Flügeln des Obergeschosses ist die Sammlung der klassischen Moderne (Westflügel) sowie die Sammlung für Gegenwartskunst (Ostflügel) untergebracht. Die Rotunde selbst umfasst einen Durchmesser von 30 Metern und wird durch eine Glaskuppel in 25 Metern Höhe verziert, die als herausstechendes Merkmal des Museumsbaus gilt. Als weitere Besonderheit gelten die großzügigen Glasflächen, die neben der schlanken Erscheinungsweise auch ein einzigartiges Lichtkonzept zur Beleuchtung der Ausstellungen bieten.

Obwohl das Bauwerk durch seine moderne und offene Bauweise als ein allgemein gelungener Bau gilt, wurde die Exzellenz der Pinakothek durch zahlreiche Baumängel überschattet. Bereits bei der Bauübergabe habe Braunfelds über 200 Mängel festgestellt, im Juni 2012 musste das Museum aufgrund der Gravidität der Mängel temporär für sieben Monate geschlossen werden. Dabei waren in der Rotunde Risse zu beheben, die durch aufgequollene Ziegel im Mauerwerk entstanden. Als Grund für die Mängel sei laut Braunfeld der Budgeteinsatz seitens der Bayrischen Staatsbauverwaltung anzusehen: „[…] man ging von 400 Euro für den Kubikmeter umbauten Raum aus, der Mittelwert für 20 große, vergleichbare Museen in Deutschland und Europa hat damals hingegen schon 700 Euro betragen.“ [1]  Die eigentlich geplante Erweiterung des Museumsgebäude zur Unterbringung der staatlichen graphischen Sammlung wurde wegen Geldmangels zurückgestellt.

Pinakothek München

Fallstudienprojekt an der Orleanstraße in München: Der DIPLANNER

Wenn urbaner Wohnraum knapp wird, muss neuer her. Und das möglichst schnell, effizient und kostengünstig. Eine Aufgabe, die Projektentwickler und Städteplaner oftmals vor eine Herausforderung stellt: Was, wie und wo kann ich bauen? Ist das gefundene Grundstück für mein Bauvorhaben geeignet? Und wenn ja, wie kann die Baufläche optimal gestalten?

Fragen, auf die wir mit dem DIPLANNER zu antworten wissen. Der DIPLANNER aus dem Hause DIPLAN versteht sich als ein KI-gestütztes Tool zur Generierung von Machbarkeitsanalysen für die Nutzung von Grundstücken. Dabei kann unter Berücksichtigung aller baurelevanter Parameter eine Vielzahl von Varianten erstellt werden, aus denen unserer Expertenteam vier Vorschläge zur optimalen Bebauung ermittelt – und das binnen 48 Stunden.

Wie der DIPLANENR genau funktioniert, erfahren Sie hier!

So haben wir für ein 0.03km2 großes exemplarisches Grundstück in der Orleanstraße in München Au Heidhausen eine Machbarkeitsanalyse durchgeführt. Aus über 270 Varianten haben wir vier Varianten erstellt, die hinsichtlich der ermittelten Bruttogesamtfläche BGF und den geschätzten Baukosten die effizienteste Bebauung vorsehen. Die Bruttogesamtfläche beträgt dabei maximal 109.514 m2 und je nach Variante können zwischen 1.091 und 1.305 Wohneinheiten der Typen eins bis drei erstellt werden. Die maximale Anzahl der Parkplätze beträgt dabei 270.

Den vollständigen Projektbericht finden Sie unter: https://diplanner.de/projektbeispiel-diplanner/.


[1]  Franz Kotteder Architekt Braunfels wehrt sich – „Ich bin Opfer, nicht Täter“. Süddeutsche Zeitung vom 22. Juli 2012. Zuletzt abgerufen am: 04.05.2020