Retten Bausysteme und Fertigteilwerke den Wohnungsmarkt in Deutschland?

Posted on


Der deutsche Wohnungsmarkt leidet aktuell unter einer Vielzahl von Problemen unter anderen zu überteuerten Mietpreisen, mangelnden Wohnungsangebot in Ballungszentren und der zu langsamen und teuren
domestischen Bauindustrie. Bausysteme und Fertigteilwerke sollen diesem nun entgegenwirken. Dieser Artikel versucht einerseits zu klären was ein Bausystem überhaupt ist und warum Fertigteile kostengünstiger sein können als Ortbeton.

Schaut man in den Ballungszentren nach einer einigermaßen guten und nicht überteuerten Wohnung kann dies schon einige Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen. Der Grund dafür ist die steigende Urbanisierung in Deutschland. Jedoch selbst im Umland der Ballungsräume sind die bezahlbaren Wohnungen knapp, nach aktuellen Schätzungen fehlen insgesamt 100.000 Wohnungen. Daraus folgt, dass ein Neubau in großen und vor allem schnellen Umfang unverzichtbar ist. Die Lösung dieses Problems soll die stärkere Industrialisierung des Wohnbauens sein. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass das Wohnungsangebot differenziert und spezifisch gestaltet werden muss. Es gibt urbane und traditionelle Wohnformen; Wohnungen für Familien oder Alleinlebende; altersgerechte Wohnungen für Senioren; Wohngemeinschaften für Studenten und so weiter. All diese Ansprüche sollen mithilfe des seriellen Bauens erfüllt werden.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei in der Kunst trotz seriellen Bauens keine Abstriche von der Architektur zu machen. Es deckt den gesamten Bereich von architektonischer und technischer Planung über die Produktion und Montage bis hin zur Übergabe der Daten an den Facility Manager ab. Es schafft bezahlbaren Wohnraum in kürzester Bauzeit mit hoher Qualität. Es zeichnet sich aus mit günstigen Preisen und schneller Nutzbarkeit und vor allem ist es auch nachhaltig in so vielen Bereichen, beispielsweise: in der Produktion, in sozialen und ökologischen/energetischen Bereichen und in städtebaulichen Aspekten. Eine wichtige Rolle spielt auch die Vielfalt der städtebaulichen Situationen. Keine gleicht der anderen und daher muss auf jeden Fall auf die Anpassungsmöglichkeiten an die Umgebung geachtet werden.

Ein Bausystem bildet die Grundlage für ein Gebäude und besteht aus einzelnen Bauelementen wie z.B. Wänden, Decken, Treppen und so weiter. Flächige Bauelemente wie Wände und Decken beinhalten meist schon die Technische-Gebäude-Ausrüstung (TGA), damit nicht auf der Baustelle nach der Montage nochmals Bohrungen stattfinden müssen. Die Produktion der Bauteile findet in Fertigteilwerken statt, wo auf hohe Qualität gesetzt wird. Wichtig ist es die Abhängigkeiten zu beachten, wie die zulässigen Transportgrößen und die ästhetischen Anforderungen. Mittels LKW-Transport kommen dann die Fertigteile auf die Baustelle. Dort beginnt als Folge die konstruktive Zusammensetzung der einzelnen Bauelemente. Durch diese Produktions- und Montageprozesse werden ansehnlich Kosten eingespart. Die Baustelleneinrichtungskosten sinken durch kürzere Bauzeit; es gibt Materialeinsparungen, wie z.B. die Schalung; der Personalaufwand ist geringer; das Gebäude kann früher genutzt werden und es ist umweltschonender unter anderem auch, weil weniger Lärm entsteht.

Die Produktion in den Fertigteilwerken funktioniert heutzutage meistens mit Umlaufanlagen. Das bedeutet die Produktionstische bewegen sich und die Arbeiter stehen an festen Stationen. Das soll an die Fließbandfertigung in der Automobilindustrie erinnern.

In Deutschland gibt es bereits einige Anbieter solcher Bausysteme. Unter anderem Max Bögl mit dem Bausystem „maxmodul“. Auch wir setzen mit unserem DIPLAN-Bausystem auf das serielle Bauen. Unser Bausystem ist Revit basiert und besteht aus einem digitalen Objektkatalog als Planungs- und Konstruktionsunterstützung für Architekten. Mithilfe von ihm können vorfabriksrelevante CAD-Daten direkt exportiert und übertragen werden. Das Prinzip des Fertigteilwerks ist der Umlauf und es ist in Erfurt stationiert, daher können wir jede Baustelle innerhalb von 6 Stunden erreichen. Es gewährleistet zudem eine effiziente Produktion mit hohem Automatisierungsgrad, danach erfolgt die Lieferung von massiven Wänden und Decken, die problemlos direkt auf der Baustelle installiert werden können. Unser Bausystem ist vielfältig anpassbar und kann somit jeden Bauherrnwunsch erfüllen, daher ist es auf jedes Bauvorhaben im Hochbau anwendbar.